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F 16 -
Fighting Falcon
Maßstab 1:8
Turbinen - Einbau

Im
folgenden Bericht beschreibt Michael Lieser am Beispiel einer
Gleichauf F16, die von
den Abmessungen unserer F-16 entspricht, den
Einbau einer Turbine. Dazu verwendet er eine FunSonic FS60 mit
einem Schub von 6 kg.
Einbauraum
Vor den
Einbauarbeiten sollte man sich die Platzverhältnisse im Modell genau
anschauen. Allgemein: Wo ein Impeller rein passt, da passt eine
Turbine in der Größe der FS60 locker rein.
Im vorliegenden
Beispiel sieht man sehr schnell, dass es keinerlei Platzprobleme geben
wird.
Bild 1:
Größenvergleich 15ccm Impeller mit FS60 Turbine
Bild 2:
Turbine im Heck der F16
Schubrohr
Allgemein hat
ein Schubrohr nur Nachteile. Es ist schwer, leistungsmindernd, ist
nicht umsonst und verfälscht dann auch noch das richtige Jetgeräuch.
Manchmal muss
man ein Schubrohr einbauen, weil die Turbine wegen des hohen Gewichtes
nicht im Heck sondern nur in der Nähe des Schwerpunktes eingebaut
werden kann. Kann man das
Schubrohr weglassen, bedeutet dies eine Gewichtsersparnis von ca.
200-300g und eine Kostenersparnis von ca.80-120 Euro. Das geht aber
nur dann, wenn die Turbine leicht und klein genug ist, um sie ins Heck
einzubauen. Bei der F16
liegen die Gewichts- und Hebelverhältnisse so, dass man beim Einbau
einer FS60, vollgetankt, ein Schub/Gewichtsverhältnis von 1:1oder
sogar besser erreichen kann.
Modelldaten F16
Die folgenden
Gewichtsangaben beziehen sich auf eine normal gebaute
ROjets F16 mit 2K Lack, pneumatischem EZF
und eingebauten Turbinen- und Tankspant.
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Gewichte |
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Systemgewicht für den
Antrieb |
1.300 g
mit FS60-Turbine, Pumpe, Akku, Turbinenelektronik, Kraftstofftank
(leer) und Schläuchen |
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Modell |
4550
g mit 5
normalen Servos, Empfängerakku, Empfänger und Einziehfahrwerk |
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Kraftstoff |
1350 g
mit 1,5Liter Kerosin oder Diesel |
|
Gesamt Abfluggewicht
vollgetankt |
7000 g
* |
*Gewichtsverhältnisse
gelten nur bei Verwendung der besonders kleinen und leichten FS60
Turbine von FunSonic.
Turbinendaten
FS60
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Länge |
240 mm
(200mm bis Düse) |
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Durchmesser |
83 mm |
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Gewicht |
710 g + 28 g
für Schelle |
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Akku |
236 g |
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Pumpe |
68 g |
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ECU |
136 g |
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Systemmasse |
1.178 g
ohne Kraftstofftank und Schläuche |
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Schub (max) |
60 N
bei 165.000 U/min |
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Schub (min) |
2,5N |
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Sprittverbrauch |
160
g/min |
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Kraftstoff |
Diesel oder Kerosin
mit 5% Turbinenöl |
Einbau
Turbinenspants
Der
Turbinenspant sollte min. 4mm stark sein. Zwei einfache Alu-winkel
verbinden die Turbinenschelle mit dem Spant. Die Aluwinkel sind
ebenfalls mit 4 Schrauben M3 am Spant befestigt, so das bei Bedarf die
Turbine durch lösen dieser 4 Schrauben einfach nach hinten aus dem
Rumpf genommen werden kann. Der Spant selbst wird ca. 150mm von hinten
ins Heck eingeharzt. Die Schubachse kann hierbei schon recht gut
eingestellt werden, Korrekturen können dann noch durch Unterlegen an
den Winkeln erfolgen. (Ein weitere Vorteil des Einbaus ohne Schubrohr.

Bild 3: Einfacher kann ein Turbinenspant nicht mehr
sein.
Einbau Tank
Als
Kraftstofftank dient eine 1,5Liter Colaflasche, die über 2 Spanten
hinten und vorne im Rumpf gehalten wird. Dieses Tankvolumen reicht für
Flugzeiten von 7-10 min. Der hintere Spant verfügt zusätzlich eine
Bohrung für die Aufnahme der Pumpe.

Bild 4:
Einfacher kann auch der Tankspant nicht mehr sehr
Einbau
Kraftstoffleitungen
Im Jetmodell dürfen
keine Siliconschläuche verwendet werden. Silicon löst sich in
Verbindung mit Turbinenkraftstoff auf und verstopft die Leitungen im
Modell. Verwenden Sie handelsüblichen Pneumatik-schlauch. Ein
Hoppertank und einen großen Kraftstofffilter sollte aus
Sicherheitsgründen gleich mit eingebaut werden.
Einbau Gastank
Der Gastank kann
im Prinzip in jede Stelle eingebaut werden. Kraftstoff- und
Gasleitungen sollten auf dem Weg zur Turbine stets ordentlich
befestigt und vor abrutschen gesichert werden.
Einbau der
Elektronik
Aus
Sicherheitsgründen sollte die ECU (Turbinenregelelektronik) so weit
wie möglich entfernt vom Empfänger und der Antenne im Modell platziert
werden. Um die Empfangsleistung zu erhöhen wurde eine Stabantenne auf
den Rumpf gesetzt.
Ansauggitter
Aus
Sicherheitsgründen sollte man ein Ansauggitter vor den Turbineneinlauf
befestigen. Vor allem bei Jetmodellen mit untenliegendem Lufteinlass
schützt diese Maßnahme die Turbine und erhöht die Lebensdauer. Ein
solches lässt sich leicht aus einem Teesieb herstellen.
Erster
Turbinenlauf
Es ist zwar sehr
unwahrscheinlich, daß das Modell während des Betriebes in Brand gerät.
Aus Sicherheitsgründen sollte man jedoch immer einen Feuerlöscher
bereit halten.
Erstflug
Volltanken und
los geht’s. Im allgemeinen kann man sagen, dass 50% Schub während des
Fluges voll ausreichen. 100% werden nur für den Start oder für
spezielle vertikale Figuren gebraucht.
Vollgas geben
Abheben nach ca.20m
Spaß haben
Fazit
Der Einbau der
Turbine ist mit wenig Arbeitsaufwand verbunden.
Autor: Michael Lieser

mit freundlicher
Genehmigung von FunSonic Turbinen
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